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Hier posten wir regelmäßig Informationen rund um Taekwondo.


Dojang

 

Do heißt der Weg, Jang bedeutet Ort. 

 

Das Wort steht also für einen Ort an dem der Weg praktiziert wird. Hierbei ist die Rede von dem geistigen Weg und Reifeprozess, der mit der Ausübung von Taekwondo verbunden ist. 

 

In einem Dojang gelten bestimmte Verhaltensregeln, diese Beinhalten, dass die Taekwondoka einen weißen Anzug, den Dobok, tragen, jeglichen Schmuck ablegen und sich abschminken um sich auf ihre Grundexistenz als Mensch ohne jegliche Verzierung oder Maskierung zu reduzieren.

 

Außerdem gehören folgende Punkte zur „Dojang-Etiquette“:

  • Rechtzeitiges Erscheinen zum Training
  • Verneigen beim Betreten und Verlassen des Dojangs
  • Respektvoller Umgang mit Trainer und Trainingspartner
  • Höfliches und hilfsbereites Verhalten
  • Befolgung der Anweisungen des Trainers
  • Kein Fluchen und unnötiges Sprechen 


Wozu ist der Gürtel da?

 

Der Gürtel, auf koreanisch Ty, hat im Taekwondo mehrere Funktionen.

Er sitzt 3 Fingerbreit unter dem Bauchnabel, hier sitzt das oft in der asiatischen Philosophie genannte Zentrum, dass für die Entstehung der Lebenskraft (Chi) verantwortlich ist. An der richtigen Stelle und mit richtigem Druck gebunden ermöglicht es der Gürtel, nahezu den gesamten Körper blitzartig anzuspannen, um zum Beispiel einen Tritt gezielt auszuführen oder um einen Treffer „einzustecken“. Dieses Phänomen kann man auch bei Gewichthebern beobachten, die den Kraftgürtel nicht am Bauch tragen, sondern drei Fingerbreit unter dem Bauchnabel.

 

Außerdem symbolisiert er eine Rangordnung, die Graduierungen sind hierbei in Schülergrade (Kup) und Meistergrade (Dan) unterteilt, wobei sich die Farbe nach Erlangung des ersten Meistergrades nicht mehr ändert. Zwischen den Gürteln gibt es jeweils noch eine Übergangsstufe (z.B.: weiß-gelber Gürtel)

 

Jeder Schüler beginnt im Kampfsport mit dem weißen Gürtel (10. Kup).  Dieser steht für das „unbeschriebene Blatt“, also für jemanden der noch kein Wissen über Taekwondo besitzt.

Nach erfolgreicher Prüfung erhält ein Schüler durch seinen Meister den gelben Gürtel, welcher den Samen des Wissens, der in die Erde gepflanzt wird symbolisiert.

Der grüne Gürtel symbolisiert die Pflanze des Wissens, die wächst und gedeiht.

Der Blaugurt steht für den Himmel, den der Baum erreicht hat undfür  unbegrenzte Möglichkeiten.

Der rote Gürtel (1. Kup) bedeutet „Achtung“, hier entsteht etwas Besonderes.

Nach einer langen Vorbereitung und bestandener Dan-Prüfung erhält der Schüler letztendlich seinen schwarzen Gürtel und hat damit den ersten Meistergrad (1. Dan) erreicht.

 

Schwarz beinhaltet alle Farben in sich und steht für das Universum in seiner unendlichen Weite.

Es ist Aufgabe des Lehrers die Schüler daran zu erinnern, dass nicht die Gürtelfarbe sondern ihre Entwicklung wichtig ist.

Jeder Schüler verdient das gleiche Maß an Respekt, ungeachtet seiner Gürtelfarbe, jedoch muss der Anfänger auf den Fortgeschrittenen hören, falls dieser ihm einen Rat oder eine Ermahnung gibt.

Der Gürtel im Taekwondo ist ein Zeichen des erreichten Rangs und des Könnens. Als Repräsentation sollte er stets mit Respekt behandelt werde. Der Respekt vor dem eigenen Gürtel symbolisiert den Respekt vor der eigenen Leistung und der harten Arbeit, die dahinter steckt.

Er sollte nie gewaschen werden um die durch das Training angesammelte Energie zu bewahren. Sich um den eigenen Gürtel zu kümmern, ist auch eine Lektion der Achtsamkeit, da der Gürtel stets an einem besonderen Platz aufbewahrt werden sollte.